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Yogi at Wat Pho

"Wenn irgend jemand in Siam krank ist, beginnt er damit, seinen ganzen Körper von jemanden, der darin geübt ist, bearbeiten zu lassen. Dieser macht sich über den Körper des Kranken her und trampelt ihn unter seinen Füssen"

Simon de la Loubere, 1690, französischer Gesandter am königlichen Hof in Siam



Ähnlich wie im Shiatsu wird mit Handballen-, Daumen- oder auch Fussdruck entlang oben erwähnter Energielinien - die 10 Sen - gearbeitet. Viele Haltungen und Positionen der Thai-Massage ähneln Yogahaltungen. So wird sie in Thailand auch gerne "yoga for lazy people" - "Yoga für faule Leute" - genannt.
Der/die Behandelte wird spielerisch in klassische Yogahaltungen hineinbewegt, spürt, wie sich durch Handballen- oder Daumendruck Verspannungen lösen.
Die passiven Dehnübungen vermitteln Freude an der eigenen Beweglichkeit, rhythmisierende Akkupressur löst muskuläre Verspannungen und reaktiviert den Körper. Durch die tiefe Entspannung lösen sich Stress und emotionale Schlacken, so dass sich die Selbstheilungskräfte regenerieren können. Selbst heute findet sich in jedem kleinen Bergdorf in Thailand jemand, der/die diese Form der Gesundheitsprophylaxe an seine Mitmenschen weitergibt, wobei sie meistens von der Mutter auf die Tochter und vom Vater an den Sohn übertragen wird.


Reclining Buddha, Wat Pho
Traditionelle Thai-Massage - Nuad Thai - kann
zurückblicken auf eine lange Geschichte als Heilbehandlung.
Als ihr Begründer gilt ein nordindischer, arjuvedischer Arzt namens Jivaka Kumar Bhaccha, der als Zeitgenosse und
Freund Buddhas gilt. Er findet Erwähnung im Pali Kanon,
den alten Schriften des Buddhismus der südlichen Schule
des Theravada Buddhismus - heute vorwiegend verbreitet in
Sri Lanka, Burma, Thailand. Bis heute wird er in Thailand von vielen als "Vater der Medizin" geachtet.

So vergeht im Old Medicine Hospital im Norden Thailands kein Tag,
an dem nicht eine Puja - eine Art Gedenkgottesdienst - zu seiner Erinnerung abgehalten wird. Dabei wird ein Text in Pali-Sprache zitiert "Om Namo Jivaka" -
"Wir ehren den mitfühlenden Jivaka ... als Symbol kosmischer Einheit ..."

Wat Pho, BangkokDer Weg der Traditionellen Thai-Massage wurde über die Jahrhunderte hinweg gemäss
der asiatisch-indischen Tradition mündlich, vom Lehrer auf den Schüler übermittelt. Insofern ist unklar, inwieweit sie durch die traditionell chinesische Medizin und Akupressur beeinflusst ist. Es werden jedoch Texte aus dem 17. Jahrundert erwähnt, die scheinbar einen hohen Stellenwert hatten und ähnlich verehrt wurden wie die buddhistischen Schriften.

Diese Texte wurden jedoch fast alle durch die burmesischen Eroberer zerstört, so dass heute nur noch Bruchstücke erhalten sind. Diese finden sich als Grundlage der im Wat Pho eingravierten Diagramme. (Wat Pho ist der groesste Tempel in Bangkok und beherbergt
die Massageschule Nuad Thai des Südlichen Stils.)

Diese Diagramme stehen sehr im Widerspruch zur westlichen Anatomie. Das hängt damit zusammen, dass Anatomie in der Thai-Massage ursprünglich keine oder nur eine sehr untergeordnete Rolle spielte. Diese Diagramme sind vielmehr Hilfsmittel, den Verlauf  von ohnehin unsichtbaren Energielinien und Akupressurpunkten und deren Einfluss auf den menschlichen Körper zu zeigen.







In Thailand gibt es zwei Richtungen der Thai-Massage, den "südlichen Stil", der im Wat  Pho in Bangkok gelehrt wird, und den "nördlichen Stil" vom Old Medicine Hospital in Chiang Mai. Ich bin in beiden Richtungen ausgebildet und verwende meist den etwas sanfteren nördlichen Stil. Gleichermassen fliessen nach Wunsch auch andere Techniken der Körper- und Energiearbeit wie auch meine Kenntnisse als Reiki-Meisterin mit in die Einzelsitzungen.

Ich lehre und vermittle den Weg und die Technik der Traditionellen Thai-Massage sowohl in Einzelsitzungen als auch in Kleinstgruppen.

Weitere Informationen siehe   - AKTUELLE KURSE * EINZELSITZUNGEN